Alea iacta est

Ich durfte mich in der Schulzeit mit zwei Fremdsprachen vergnügen. Latein war nicht dabei. Aber ich habe als Kind bestimmt dutzende Mal “Asterix bei den Briten” gelesen und Cäsar ließ bezüglich der Eroberung Britanniens die Würfel auf Latein fallen.

Auch bei uns sind die Würfel gefallen, für unser Trainingslager. Im März geht es auf die Kanaren. Fuerteventura ist auch dieses Jahr das Ziel für unser Radtrainingslager. Und wir haben eine gute Entwicklung der Teilnehmerzahlen. 2015 33% des Teams, waren 2016 66% auf der Insel und für 2018 ist eine 100% Quote geplant.

300 Euro für den Flug inklusive Radtransport und eine geräumige Unterkunft im Zentrum der Insel für 378 Euro sind annehmbare Preise.

Ich mag es, auf der Mitte der Insel zu wohnen. Von hier kann man alle Orte der Insel gut mit dem Rad erreichen. Es ist sehr ruhig und einen Bäcker – DEN Bäcker – sowie Supermarkt gibt es auch.

Dennoch überlegte ich, für RTL@FUE dieses Mal eine Unterkunft am Meer in Caleta de Fuste zu nehmen. Vom Flughafen gut mit dem Bus zu erreichen, sehr belebt mit vielen Restaurants und Supermärkten, hat man von dort bis zur Mitte der Insel einen – relativ – flachen An- und Abfahrtsweg von ca. 30 Kilometern.

30 Extra Kilometer pro Tour sind im Challenge Roth Jahr sicher nicht verkehrt. Extra Kilometer? Ja, denn es ist nun mal so, dass man sich in den wenigsten Fällen nochmal aufrafft, eine extra Runde zu drehen, wenn man erstmal zurück ist. Und da die viele Strecken vom Mittelpunkt der Insel ungefähr eine Länge von 70 bis 100 Kilometern haben, dachte ich, dass eine halbwegs flache An- und Abfahrt uns jeden Tag ca. 30 Kilometer mehr bringt. Hilft ja nichts, wenn man unterwegs ist, muss man dann ja nach Hause.

Als ich am Feiertag auf dem Rennrad saß, mein Mountainbike wartet auf ein Ersatzteil, fühlte ich mich auf einmal fast wie auf Fuerte. Sonne, blauer Himmel, 23°C und Wind. Wind! Und das nicht zu knapp. Ich kam teilweise gar nicht vom Fleck. Und da fiel mir wieder ein, dass Fuerteventura oft mit “Starker Wind” übersetzt wird. Richtig, da war was. Auch Avon und ich haben uns 2016 ordentlich gegen den Wind gestemmt. Aus meiner Sicht ist der starke Wind ein durchaus erschwerendes Trainingselement und wir können auf die 30 Zusatzkilometer gut und gerne verzichten. Und sollte es tatsächlich mal einen windstillen Tag geben, werden wir eben an unserer Hütte vorbeifahren und nochmal 30 Kilometer draufpacken. Soviel Ehrgeiz werden wir schon haben. Insofern, alea iacta est, bleiben wir auf der Mitte der Insel in der bereits gebuchten Unterkunft.

Die Mitte der Insel hat auch einen Namen: Antigua.

Bildquelle: (c) dastridream.de

 

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