Drei Wochen ohne feste Nahrung

Hier ein kleiner Bericht von meinen vergangenen drei Wochen. Da wir alle irgendwie mit dem Gewicht kämpfen und schon vieles ausprobiert haben wollte ich mal was Neues (für mich) ausprobieren. Jetzt mal von vorne, seit der Weihnachtszeit war ich sehr Kraftlos, Müde und der Darm machte auch ziemlich oft Kummer. Nach viel lesen und einigen Überlegungen entschied ich mich fürs Gemüsesaftfasten.

Es soll den Körper reinigen und nach anfänglichen Schwierigkeiten sollte kein Hungergefühl und Energie die Folge sein. Ein positiver Nebeneffekt wäre natürlich auch der Gewichtsverlust. Um ehrlich zu sein hatte ich echt Angst, wie ich es ohne feste Nahrung, überstehen würde. Erlaubt war alles an Gemüsesäften, Wasser ohne Sprudel und Kräutertees. Wenn es richtig hart wurde durfte auch eine Tasse Gemüsebrühe mich aus dem Sumpf ziehen.

Ich kann euch sagen die Vorbereitung mit ” Entleerung ” werde ich hier nicht erläutern, aber es ist wichtig um überhaupt zu beginnen. Danach kamen die ersten zwei Tage und diese waren die absolute Hölle, Kopfschmerzen, Übelkeit und Kraftlosigkeit. Ab dem dritten Tag hatte ich die Hölle überstanden und ich begann wieder mit dem Sport. Toll war es nicht und Leistungen und Geschwindigkeiten waren wohl auch nicht zu erwarten.

Was aber mich am meisten wunderte, ich hatte keinen Hunger. Was sich aber bemerkbar machte war der Appetit wenn Familienangehörige etwas aßen. Es war der Appetit von Gemüseauflauf über Salat bis zum Döner, egal Lust verspürte ich jedes Mal aber ich bleib standhaft.

Nach dem fünften Tag kam auch langsam die Kraft zurück und die Waage zeigte erste Ergebnisse. Wer mich kennt der weiß das ich dann immer an meine Extreme gehe und so machte ich am sechsten Tag eine Radausfahrt, Temperaturen um den Nullpunkt und Schneegestöber zwangen mich komplett unterkühlt und durchnässt zur Aufgabe und ich musste mich abholen lassen.

Tja, von nichts kommt halt nichts das musste ich leider schmerzhaft erlernen.

Sport habe ich natürlich täglich weiter gemacht, aber immer mit Bedacht und der Möglichkeit zur Notbremse.

Die zweite Woche ging total schnell vorüber selbst den Appetit verlor ich fast, teilweise provozierte ich es sogar indem ich den Kontakt zum Essen suchte. Die Lust auf gesundes Essen wurde richtig groß, so dass ein Salat mir schon das Wasser im Munde zusammen laufen lassen ließ.

Die Pfunde purzelten und Energie und Tagesrhythmus waren wieder im Einklang. Meine Ursprünglich vorgehabte 1 Woche Fasten ging dann in die dritte Woche über und das ohne Probleme.

Bei meinen Laufeinheiten lief ich an alte Trainingszeiten heran und das aller beste, die Gelenke danken die minus Kilos.

In der dritten Woche wollte mein Körper keine Kilos mehr hergeben und Verzweiflung machten ich über vier Tage breit. Am fünften Tag leichte Abnahme, aber keine großen Sprünge.

Mein Fazit vom Saftfasten, mir geht es richtig gut, schlafen klappt auch wieder ganz gut und der Erschöpfungszustand ist so gut wie verschwunden. Die ersten Tage waren die Hölle aber Grundsätzlich würde ich das für mich nochmal durchziehen. Gewichtsverlust sollte nicht an erster Stelle stehen und um tolles Essen sollte man in der Anfangszeit einen großen Bogen machen.

P.S. Meine Waage teilt mir zum Ende des Fastens ein Gewichtsverlust von 10,3 Kilos mit. 😆

Bildquelle: © dastridream.de

One Comment

  1. Diesen Artikel habe ich nun schon einige Male gelesen. Respekt. Und ein beeindruckendes Ergebnis. Die Überwindung der ersten Tage beschreibst Du grossartig. Diesen Weg zu gehen … dazu konnte ich mich bisher auch nicht durchringen.
    Nochmals Respekt und das ist wirklich Klasse.

    dvon

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.