Druck auf dem Kessel

Heute nun – endlich – mein persönlicher Wettkampfbericht vom MRRC Stadttriathlon. Die Sprintdistanz ging über 400m Schwimmen im Olympiabecken mit Einzelstarts alle 12 Sekunden. Es folgten 21 Kilometer Rad und 4,5 Kilometer Laufen. Meine GPS Uhr sagt ein wenig andere Werte, aber bleiben wir bei den offiziellen Strecken.

Ich weiß nicht, ob ich an diesem Tag einfach nur gut drauf war oder ob ich vom wenig optimalen Kinderrennen noch so auf Adrenalin war – jedenfalls hatte ich an diesem Tag ein sehr gutes Rennen.

Was mich besonders für den CST2015 motiviert, ist die Tatsache, dass ich vom Startschuss an Vollgas geben konnte. Ich hatte während des gesamten Rennens ordentlich “Druck auf dem Kessel”. Keine Müdigkeit, kein Nachlassen im Tempo. Was mich besonders fazinierte: während des gesamten Rennens habe ich kaum auf die Uhr geschaut. Oftmals schaue ich auf die Uhr, rechne Zeiten hoch, bin mit dem Kopf dabei. Diesmal jedoch gab es während des gesamten Rennens nur Vollgas.

CEo6jjzWoAAl0m0Schwimmen war praktisch ein Heimspiel. Ich hatte meine Zeit mit 7 Minuten angegben und startete recht weit hinten. Ich konnte von Anfang an Tempo machen und trotz des Abstandes von 12 Sekunden zwischen den Startern konnte ich nach 200 Metern die ersten Schwimmer einholen. Wenn ich an den Beginn meiner Schwimmabenteuer vor 25 Jahren denke, ist es schon Wahnsinn, wie wohl man sich mittlerweise im Wasser fühlt und wieviel Spaß es macht, andere im Wasser abzuhängen.

Die offizielle Schwimmzeit liegt bei 07:11 Minuten. Da sind dann auch der Ausstieg und die ersten Meter in der Wechselzone enthalten, denn ich wollte eigentlich eine 6 vorne stehen haben.

Schneller Wechsel, Rad sofort gefunden und umgezogen und los. Dann rauf auf die 21km Radstrecke. Es waren 4 Runden zu absolvieren. Bei ca. tausend Startern auf einer 5 Kilometer Runde im Olympiapark macht das Radfahren nicht wirklich Spaß. Enge Straßen, viele Kurven und viel Verkehr. Es war ein ständiges Beschleunigen und Bremsen. Ich bin ja eher der konstate Typ, hier musste man aber vor allem eins: angreifen. Letzendlich ist mir das ganz gut gelungen, ich konnte die ganze Zeit Druck ausüben, einige Fahrer überholen und Dank Wiegetritt (noch etwas, was recht ungewöhnlich für mich ist) den Speed auch bei den wenigen kurzen “Anstiegen” beibehalten. Das Ganze erinnerte mich eher an ein Formel 1 Rennen, denn einen Triathlon. Letztendlich hat aber alles perfekt gepaßt und seit ewigen Zeiten hatte ich mal wieder einen Schnitt über 30 km/h.

CEo6qJKWoAAiiDzWechsel 2 verlief problemlos und mit Voillgas auf die Laufstrecke. Es ging gleich einen Berg hoch, dass war hart, aber ich kam gut hoch. 3 schnelle Runden folgten. Mit einer Zeit von 01:16:17 kam ich dann ins Ziel. Mit starkem Schlussspurt konnte ich auch noch zwei weitere Teilnehmer überholen.

Die offiziellen Zeiten sind:

  • – Schwimmen: 07:11
  • – T1: 01:43
  • – Rad: 40:55
  • – T2: 01:46
  • – Lauf 24:40

Gesamtplatz 279 von 737 Finishern. Nun darf man eine Sprintdistanz mitten in München nicht überbewerten, da hier auch weniger gut Trainierte und Anfänger an den Start gehen. Alles in allem bin ich – fast – mit dem Ergebnis zu frieden.

Warum fast? Aus der Nachbarabteilung ist eine Kollege gestartet, der vor mir im Ziel war. Ärgerlich für mich, in 4 von 5 Diziplinen lag ich deutlich vor ihm, hatte das Rennen also im Griff. Aber im Laufen war er über 2 Minuten schneller als ich. Das genügte, um in der Ergebnisliste vor mir zu landen – um genau 3 Sekunden. Bei einem Massenstart wäre das Rennen vielleicht anders ausgegangen. Da er aber gut 20 Minuten vor mir gestartet ist, haben wir uns auf der Strecke nicht gesehen.

Einen Vorteil hat das Ganze aber. Auch der CST2015 wird wahrscheinlich auf der Laufstrecke entschieden. Und so eine knappe “Niederlage” wird mir nicht nochmal passieren. Verlasst Euch drauf.

Für unsere Aktion “Spenden für Kinder” habe ich mich avon angeschlossen und 1,50 gespendet.

Nächster Gradmesser auf dem Weg zum CST2015 ist dann der Triathlon Ingolstadt Mitte Juni.

Bildquelle:(c) dastridream.de

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