Im Landeanflug auf Roth

Ein halber Zentimeter kann manchmal den Unterschied ausmachen zwischen Lust und Frust. Mehr als ein halber Zentimeter wird es nicht gewesen sein beim Schwimmstart in Roth 2010. Doch dieser halbe Zentimeter genügte, dass meine Schwimmbrille nicht richtig saß; mit dem bekannten und bereits mehrfach beschriebenen Ergebnis.

Trotzdem war dieser Wettkampf letztendlich einer der besten meines Lebens. Auch wenn ich etwas langsamer war als 1995 in Schwerin, war das doch der Höhepunkt meiner bisherigen sportlichen Laufbahn.

Jetzt haben wir 2018 und bereits vor dem Start in Roth wehen die Fahnen auf Halbmast. Statt gemeinsam um 8 Uhr an der Startlinie des Main-Donau-Kanals zu stehen, bin ich raus. Avon und Svon starten 5 Minuten zeitversetzt – und das trotz meiner frühzeitigen Anfrage beim Challenge Roth Team. Ich sage es ganz offen und auch wenn ich nicht starte: das ist für mich sehr frustrierend. Warum frage ich bereits letztes Jahr und nach Aufforderung wiederholt dieses Jahr im Februar danach, bitte gemeinsam an den Start gehen zu können, wenn außer einer Email mit “kein Problem, das geht schon klar“ seitens des Veranstalters nichts weiter unternommen wird? Ärgerlich.

Darüber hinaus laboriert Avon momentan an einer Erkältung und wenn man seine Chat-Nachrichten liest, könnte man glauben, er ist kurz davor, das Ganze hinzuschmeißen. Also komplette Untergangsstimmung für DAS TriDream?

Mitnichten. Ein halber Zentimeter wie ich am Anfang geschrieben habe, kann den Unterschied zwischen Lust und Frust ausmachen und doch wurde es letztendlich der beste Wettkampf meines Lebens. Und genauso bin ich davon überzeugt, dass Svon und Avon aufgrund ihrer langen guten und auch harten Vorbereitung ein hervorragendes Rennen abliefern werden. Es ist auch nicht so, dass ich nicht dabei bin. Ich werde am Start sein und beide auf die 226 km lange Reise schicken. Und wie wir alle wissen, wenn das Rennen erstmal gestartet ist, dann läuft es auch und die Nervosität ist vorbei. Und in der Zeit vor dem Start werde ich da sein und sämtlichen Ängsten und Zweifeln meiner Erfahrung begegnen und die beiden auf einer Reise schicken, die sie ein Leben lang nicht vergessen werden.

Also Kopf hoch, fokussieren, auf den Wettkampf freuen und los geht’s. Ihr schafft das Jungs. Sicher. Absolut sicher. Ihr habt hart trainiert, ihr seid gut drauf und 5 Zentimeter – oder im Fall von Avon zwei Wochen Trainingsausfall – können nichts daran ändern, dass Ihr jetzt topfit und mit maximaler Vorbereitung am nächsten Sonntag an den Start gehen werdet. Erfolgreiche 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad fahren und ein abschließender Marathon liegen vor euch, Und ich bin dabei und drücke euch die Daumen.

Bildquelle: (c) dastridream.de

3 Comments

  1. Man bin ich aufgeregt, aber meine Freude auf diesen großen Tag ist riesig. Schön das Dvon uns hilft und unterstützend zur Seite steht! Zweifel bleiben bei mir ….

    Avon

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