Kallinchen der Zweite

Kallinchen der Zweite – und das quasi im doppelten Sinne. Zum Einen war es mein zweiter Start hier nach 1992 und zum Anderen sollte, anders als geplant, für mich nur Platz 2 im Teamduell rausspringen.

kalin (2)Meine Erinnerungen an Kallinchen waren bis dato nicht die Besten. 1992 auf einer wirklich schlechten Straße, teilweise einer Autoteststrecke, mit einem Platten und ohne Luftpumpe zunächst gestrandet, quälte ich mich mit vielen Sparziereinlagen über die
Laufstrecke.
Das sollte dieses Jahr anders werden. Zwei Wochen Urlaub vor dem Wettkampf versprachen, die körperliche Frische zu erreichen, die für den Wettkampf erforderlich waren, um ganz vorne zu landen. Die Ausdauer war da, jetzt hieß es in die richtige Form zu kommen. Doch das war gar nicht so leicht. Der Bau meines Gartenhauses nahm so viel Zeit in Anspruch, dass ich mein geplantes morgendliches Training streichen musste. Die Arbeit war anstrengend und abends taten mir alle Knochen weh.

kalin (3)Doch eine Absage des Wettkampfs kam für mich nicht in Frage, zu sehr freute ich mich auf das Treffen mit Svon und Avon. Und eine gute Schwimmleistung sollte mir genügend Vorsprung sichern.
Doch es kam anders. Statt Sub 30 kam ich mit 35 Minuten aus dem Wasser. Die Strecke war eindeutig zu lang. Allerdings wohl nicht lang genug, denn Avon kam mit deutlich weniger als den geplanten 15 Minuten aus dem Wasser. Keine Ahnung was los war, denn im Wasser fühlte ich mich wohl und schnell.
Auch auf dem Rad lief es gut. Ich hatte zwar keinen Tacho dabei, aber die überwiegend gute Radstrecke ließ mich dicke Gänge fahren, so dass ich auch nach dem Radfahren vorne lag.
Doch der Wechsel zum Lauf zeigte mir schon, dass ich heute nicht vorne landen würde. Über 30°C und ein ganzes Gartenhaus in den Knochen – der Körper schaltet auf Autopilot. Was ich auch versuchte, der Speed blieb über 6 Minuten pro Kilometer. Jede Wasserstation nutzte ich zur Kühlung, doch Energiezufuhr war nicht möglich – es gab schlicht nur Wasser und keine Cola, wie erwartet.
So machte ich auch keine Anstalten, mich an Avon zu hängen, als er mit Kusshand in Runde 2 vorbei lief. Der Drops war gelutscht.
kalin (4)Mit einer Zeit von unten 3 Stunden war ich in Summe zufrieden, auch wenn die Zielzeit von 02:40 meilenweit entfernt war.
Potenzial ist da und im nächsten Jahr sehen wir dann weiter.
Gratulation an Avon und Kompliment an Svon für’s Durchhalten, der Mann hat wirklich gelitten.

Bildquelle: (c) dastridream.de

5 Kommentare

  1. Zeiten haben wir wohl alle nicht gebracht. Selbst zum Vorjahr gab es bei den besten Schwimmern eine Differenz von 4-7 Minuten. Also alles bestens mit der Schwimmleistung. Die Temperaturen auf der Laufstrecke waren der Knackpunkt für die schlechteren Zeiten. Deine Chance ist in 6 Tagen, da kannst du mir eine Auswischen. Längere Schwimmstrecke gleich größerer Abstand. Sommer soll aber auch an diesem Wochenende in Berlin sein! Ich freue mich auf euch beide!

  2. Gratulation an Dvon. Bei den Temperaturen hast du alles rausgeholt was ging. Und Avon hat in stillen sehr viel Trainiert. Daher hatten wir ihn nicht auf den Zettel. Beim nächsten Kallinchentriathlon sieht es anders aus. Da jagen wir ihn.

    1. Ha
      So ein Blödsinn, von wegen heimlich trainiert. Verschlechterung samtlicher Zeiten und mein Training hat am 1 Juni begonnen mit Unterbrechungen. Außer dem RTL@FUE kann ich im ersten halben Jahr kein Training vorweisen. Mit vernünftigen Training hätte ich dieses Jahr bestimmt auf bessere Zeiten zurück blicken können.

      1. Also bist Du ohne Schwimmtrainings in diesen Jahr an den Start gegangen? Dann Respekt für nicht Trainieren für so eine gute Schwimmleistung. Also ich bin dieses Jahr schon 60 Kilometer geschwommen und hab auf 1,5 km eine Verbesserung von 6 minuten. Und Avon hat eine Verbesserung von fast 7-9 Minuten im Schwimmen ohne Training. Wow
        Die Schwimmstrecke laut Gps Daten von meiner Garmin Gruppe lag bei 1,85 Km – 1,9 Km. Und vergleicht man die Schwimmleistung vom XL Triathlon von Dvon und Svon merkt man das sie gleich sind.

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