Kallinchen gerockt

Nun ist es leider wieder vorbei, mein absoluter Lieblingstriathlon wurde, von dvon und mir, am letzten Augustwochenende bestritten.

Am Samstag trafen wir uns im Hotel und hatten einen schönen Nachmittag /Abend zusammen. Gespräche, auch mal ohne das Sportthema, lockeren und lenkten uns ab. Nettes beisammen sitzen und Geburtstag von B. der Ehefrau von dvon, gefeiert!

Wir gingen so gegen 22:00 Uhr zu Bett, um uns am nächsten Morgen gegen 7:00 auf den Parkplatz zu treffen. Rad fertig gemacht und auf zum Check In. Wir waren die ersten und konnten in der Wechselzone alles in Ruhe aufbauen. Kein Stress und keine Hektik, das war der Plan. Kurzes Gespräch mit dem Kampfrichter über die Wassertemperatur gehalten und die Tendenz zum Neo war daraus schon zu erkennen.

Wir gingen dann erst mal wieder ins Hotel um gemütlich und gemeinsam mit unseren Frauen zu frühstücken.

Zurück in der Wechselzone, legte ich mir dann in Ruhe meinen Neoprenanzug an und schon ging es runter zum Strand, ein wenig einschwimmen. Das Wasser fühlte sich richtig gut an und ich wusste, dass ich heute nicht als letzter aus dem Wasser kommen würde.

Der Startschuss ertönte und es ging los, diesmal nicht von hinten sondern in der goldenen Mitte. Nach der ersten Runde, 750m, war ich immer noch gut dabei, kein Wasser geschluckt, nur etwas Kampelei und ein super Rhythmus, kurz um, es lief richtig gut! Nach den 1500m, auf dem Weg zur Wechselzone blickte ich kurz nach hinten und da bestätigte sich das gute Gefühl, nicht Letzter, es waren noch einige im Wasser!

In der Wechselzone pellte ich mich aus dem Neo und spurtete auf die Radstrecke, der Wechsel dauerte leider etwas länger da mein linkes Bein nicht aus dem Anzug wollte!

Auf der Radstrecke hatte ich den ersten Kilometer Probleme mit dem Gegenwind und fand auch erst recht spät eine vernünftige Trittfrequenz. Energie zugeführt und nach ca. 6-7 Kilometern fühlte ich mich in/auf meinem Element.

Nach der zweiten von drei Radrunden, wunderte ich mich über den Blick der Zuschauer. Dvons Frau schaute weg von mir in Fahrtrichtung und meine Frau zurück in meine Richtung, ich konnte den Grund erst einige Sekunden später erkennen und er war recht simpel. Ich hatte, zu meinem eigenen erstaunen, dvon eingeholt! Auf der Kopfsteinpassage verabschiedete ich mich von ihm, mit den Worten: “du hast es gleich geschafft “, von ihm. Ich meinte, im Übrigen, das Kopfsteinpflaster! Irgendwann, in der dritten Runde, schaltete ich einen Gang runter um nicht die komplette Energie auf der Radstrecke zu lassen. Mental bereitete ich mich die letzten Radkilometer aufs Laufen vor. Ich wusste nichts über den Trainingsstand von dvon und rechnete mit einer Überraschung auf der Laufstrecke. Mein Training in dieser Saison war nicht optimal und meine im Frühjahr eingelegte “Zwangs-off” saß mir in dieser Saison oft im Nacken und hinderte mich an guten Zeiten.

Die letzten Radmeter, abgebogen zur Wechselzone, kam dann die Überraschung mit der ich nicht mehr gerechnet hatte, dvon überholt mich wieder knapp vor dem Wechsel und betrat zuerst die Wechselzone. Es gibt ein tolles Foto, auf dem man mein verdutztes Gesicht gut erkennen kann.
Die Überraschung ist dir gelungen!

Beim zweiten Wechsel klappte aber alles und ich konnte, trotz des Schocks, als erster auf die Laufstrecke gehen. Ich hatte, obwohl ich die letzten Kilometer auf dem Rad das Tempo reduzierte, Probleme auf der Laufstrecke. Meine linke Wade und Ferse machte sich bemerkbar und ich versuchte nicht in den Spaziergang zu verfallen. Schrittgeschwindigkeit nur bei der Verpflegung, hatte ich mir vorgenommen. Zuerst zweifelte, aber von Kilometer zu Kilometer, wusste ich das ich das durchhalte. Es lief und ich klatschte dvon auch zwischendurch ab!

Kurz vor dem Ziel schaute ich dann erstmals auf die Uhr und wollte die Gesamtzeit ablesen, irgendwie schaltete die Uhr wieder auf die Laufzeit und mein Blick auf die 47 war enttäuscht. Ich fühlte mich sehr gut und hatte eine 2:45 h Minimum angestrebt und da stand 47 und mit diesem Ergebnis konnte ich nicht umgehen. Wo ist denn die Zeit geblieben, ich fing an zu rechnen. Wasser, war für mich richtig gut und hatte ca. 3 Minuten gegenüber früheren Wettkämpfen. Rad, auch gut ca. 5 Minuten besser, Lauf mit 5 Min/Kilometer im Trainingsschnitt! Also wo hab ich die Zeit verloren?

Ich muss ehrlich sagen, über das finishen konnte ich mich diesmal nicht freuen und genießen schon gar nicht. Die Enttäuschung war deutlich und die Frage warum ich so langsam war?

Im Ziel begrüßte ich meine Motivationsfans und bedankte mich. Unsere Frauen haben wieder einmal einen tollen Job gemacht und ohne Sie wäre es trist und Langweiliger, tolles Bildmaterial als Bonus gibt es auch immer. Dankeschön! Eine Nachbarin kam sich diesmal auch das Spektakel anschauen, wir hatten schon des Öfteren über den Triathlonsport gesprochen, ich glaube sie ist 2018 auch mit dabei. 17@17 wird es wohl nicht mehr aber jeder zählt.

Ganz ehrlich, es war ein richtig guter Wettkampf, mit viel Spaß, Quälerei und Erfolg. Tolles Publikum und gute Verpflegung und Organisation.

Ach so, da war ja noch das mit der Enttäuschung, die 47, kurz vor dem Ziel, stellte sich als Laufzeit dar, d.h. die Uhr stellte sich nicht um. Ich absolvierte die olympische Distanz in meiner persönlichen Bestzeit von knapp über 2:35h und damit konnte ich super zufrieden sein!

Die 10 Euro für die Spenden4Kinder Aktion zahlte ich gleich am Abend noch ein.

Bildquelle: © dastridream.de

3 Kommentare

  1. Klasse Wochenende! Und schöner Wettkampf. Mir war nur nicht klar, dass Du noch Ehrgeiz in den Wettkampf gelegt hast 🙂
    Super Laufzeit, keine Frage, wobei ich mich wirklich frage wie Du das machst. Bin froh, dass Du keinen Lauftrainer hast, sonst wären es noch sub 40 😉
    Nun ab in die Auszeit und dann ab nach Roth.

  2. Ehrgeiz, in Kallinchen immer!
    Selbst wenn ich nicht mehr an anderen Wettkämpfen teilnehme, in Kallinchen werde ich das Ding noch in 20 Jahren rocken. Dann habe ich auch mal ne Chance aufs Podium! 😉

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