Las Vegas sehen und sterben

Seit Januar bin ich nun wieder unterwegs. Dienstlich. Da, wo meine alte Firma ständig den Rotstift angesetzt hat – bei den Mitarbeitern – bin ich nun wieder geschäftlich viel im Ausland unterwegs.
Eine meiner ersten Dienstreisen führte mich nach Las Vegas. Tage vorher quälte mich meine Stirnhöhle so stark, dass ich mir die guten Ibuprofen gegönnt habe. Vorteil von dem Zeug: die Schmerzen verschwinden komplett. Nachteil von dem Zeug: die Schmerzen verschwinden komplett.

Nach 17 Stunden Flug und ohne Jetlag fühlte ich mich so gut wie lange nicht. Völlig schmerzfrei und fit. Ich nutzte die frühe Morgenstunde vor dem Sonnenaufgang für eine kleine Laufeinheit über den Las Vegas Boulevard. Morgens über den “Strip“ zu laufen ist eine fantastische Sache. Die Luft ist sauber vom Vortag resp. gereinigt von der lauten und stickigen Nacht. Die Mehrzahl der Leute die man trifft ist gleichfalls mit Laufkleidung unterwegs. Man läuft an den großen Hotels und Casinos vorbei, die für einen Moment frei von Lärm und Show sind.
Und dann kommt die Sonne raus, steigt über einer leere Baufläche auf und man denkt sich: Toll. Einfach nur toll. Vegas. Sonne. Luft. Ich habe den Lauf sehr genossen und war für einen lockeren Trainingslauf gar nicht so langsam unterwegs. Den Streckenverlauf kann man auf der Karte nachvollziehen.

Las Vegas sehen und sterben. Und das ist der zweite Nachteil von Schmerzmitteln. Sie unterdrücken den Schmerz, aber sie heilen nicht.
Eine nicht auskurierte Nebenhöhlenentzündung, eine Woche nur im klimatisierten Hotel von morgens bis abends verbringen, hunderte Hände schütteln mit Viren aus allen Teilen der Welt – das Ergebnis kann sich jeder selbst ausdenken. Doch das soll nicht Bestandteil dieses Artikels sein, das ist genügend Stoff für einen eigenen Beitrag.

Bildquelle: (c) dastridream.de

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