Saisonabschluß am Wannsee

Das Ende einer für mich tollen Saison verlief nun doch anders als geplant. Meinen ursprünglichen letzten Wettkampf der Saison, den Berlin-Marathon, trat ich nicht an. Ich entschied mich schon vor dem Berlin Man am Wannsee, dass dieser Wettkampf der letzte der aktuellen Saison sein sollte. Zu lang war das Jahr und ich, auch beruflich bedingt, reif für die Off Season.

Umso bedauerlicher war es, dann Svon gesundheitlich bedingt den Wettkampf absagen musste. So starteten nur Avon und ich bei tollem Wetter.

107Beim diesjährigen Wettkampf hatte ich noch eine Rechnung mit der Strecke offen. Meine sturzbedingten 6:35 h aus 2014 nagten dann doch an mir. Das sollte in diesem Jahr anders werden.

Mit Lufthansa nach Berlin und gemeinsam mit Avon gleich die Startunterlagen abgeholt. Dann ging es zu Avon nach Hause und die Räder für den Wettkampf hergerichtet. Nudeln geschaufelt, ein wenig auf dem Balkon geschwatzt und dann in einen erholsamen Schlaf gefallen.

Ich erwachte ausgeruht und voller Elan kurz bevor der Wecker klingelte. Ein gemütliches Frühstück und schon waren wir auf dem Weg zum Wettkampf.

Dieses Jahr regnete es nicht und die Wechselzone war annehmbar, wenn auch nicht perfekt. Rad eingescheckt, Wechselplatz aufgebaut und mit Avon gemütlich zum Wasser runtergelaufen. Die größte Hektik kam auf, als Avon feststellte, dass die Badekappen zwei unterschiedliche Sponsoren hatte und er ungern mit der Sparkasse an den Start gehen wollte. Glücklicherweise erbarmte sich ein Triathlet vom Bodensee die Kappen zu tauschen und das wichtigste Geschäft des Tages war in trockenen Tüchern.

Da Avon den Neo von seinem Sohn dabei zu haben schien und mit dem Sitz nicht zufrieden war, begann ich ohne ihn mit dem Einschwimmen. Das Wasser war gut, ich recht entspannt und Avon schien sich vom Badekappentauschstress auch erholt zu haben. Wir wünschten uns Glück und begaben uns an den Start.

0542,2 Kilometer Schwimmen standen an. Es lief sehr gut. Ich fand sofort eine gute Linie und war bereits nach 37 Minuten aus dem Wasser. Deutlich schneller als 2014, doch ich denke, die Strecke war ein wenig kürzer. Die Stufen hoch, eine Pipi-Pause einlegen, was bei einem Einteiler immer recht schwierig ist, und nach 44 Minuten saß ich auf dem Rad. Trotz des langsamen Wechsels 1 Minute unter meiner geplanten Sollzeit.

Die erste Kurve, 2014 noch in die Zuschauer gefahren, nahm ich problemlos und ab auf die 4 Runden. Und in diesem Jahr lief es perfekt auf dem Rad. Ich erinnerte mich an Avon’s Tipps von 2014 – und tatsächlich, bis auf den Anstieg am Grunewaldturm konnte man vor jedem anderen Hügel so viel Speed aufnehmen, dass man es geschmeidig bergauf rollen lassen konnte.

Am Ende der zweiten Runde sah ich dann Svon mit dem Foto in der Hand. Danke für’s kommen! Ich habe mich echt gefreut, auch wenn wir nicht viel gesprochen haben.

Noch während ich mich über Svon freute, radelte auch schon Avon an mir vorbei. Seine Schwimmleistungen werden besser und besser. Schlecht für mich als Athlet, aber gut für meine Trainerseele. Na vielleicht empfehle ich ihm für 2017 doch wieder eine Nasenklammer …

137Gemeinsam radelten wir den Berg hoch, regten uns über den Lutscher mit der #2 auf, dann trennten sich unsere Wege. 3-4 Minuten pro Runde war Avon schneller, es wäre dumm, dranbleiben zu wollen.

Nach einer Radzeit von 02:53 h ging es zum zweiten Wechsel, der naturgemäß deutlich schneller verlief als der Erste.

Und anders als noch beim Kallinchen-Triathlon konnte ich auf den ersten 10 Kilometern meinem Körper sagen, wie schnell er laufen sollte. Die zunehmende Hitze ab der zweiten Hälfte forderten mich dann aber doch so sehr, dass ich langsamer wurde.

Doch ein Ziel hatte ich immer noch vor Augen – die Sub 6, die ich beim Berlin XL verpasst hatte, standen auf meiner Agenda. Und je näher ich dem Ziel kam, desto sicherer wusste ich es, dass ich es schaffen würde.

Nach 05:55 h blieb die Uhr stehen.

Aus. Vorbei.

Die Saison 2016 hatte einen würdigen Abschluss gefunden, mit neuer persönlicher Bestzeit und mit Körper & Kopf, die sich nun ganz auf die Off Season freuten.

136Bis Ende Oktober lege ich nun die Beine hoch, um danach in aller Ruhe die neue Saison zu planen. Ich habe bereits einige Ideen im Kopf …. aber das kann sich in der Off immer noch ändern.

Danke an DAS TriDream, meine Familie und alle Wegbegleiter für das tolle Jahr.

Wir sehen uns!

Bildquelle: (c) dastridream.de

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