Sauber bleiben nicht leicht gemacht

Bereits im vorletzten Jahr hatte ich einen Artikel zum Thema Doping geschrieben. Und die Frage gestellt, wie man sich als Hobbysportler vor versehentlichem Doping schützen kann. Meine Anfrage an ein bekanntes Triathlon-Magazin blieb ohne Antwort. Also habe ich mich heuer direkt an die NADA gewendet und gefragt, was ich tun kann.
Nun, das positive – sie haben geantwortet. Kim L. aus der Abteilung Marketing und Kommunikation nahm sich viel Zeit, ausführlich über die NADA und ihre Arbeit zu berichten. Gut geschrieben und sehr umfangreich.

Insbesondere das Thema Medikamentenmissbrauch, dass heisst legale Medikamente wie z.B. Schmerzmittel beim Marathon einzunehmen, fand ich sehr interessant. Denn sonst wird eine Mentalität gefördert, die man nicht gut heissen kann.

Wie gesagt, wirklich eine ausführliche Antwort. Leider nicht auf meine Frage. Ich wollte nämlich wissen, was ich persönlich tun kann, um nicht in eine Dopingfalle zu geraten. Die Frage war nicht, wie hilft die NADA bei der Aufklärung.

Nun, was ich für mich aus den Webseiten und Informationen gelernt habe:

  1. Nahrungsergänzungsmittel können Doping enthalten, absichtlich oder unabsichtlich. Eine Liste geprüfter NEMs gibt es auf der Homepage.
    Fazit für mich: versehentliches Doping mit NEMs also möglich
  2. Es gibt eine lange Liste mit Medikamenten auf der Homepage. Da steht, welche gestattet sind und welche nicht. Ich würde mich hier zukünftig nicht allein auf meinen Arzt verlassen, sondern in die Liste schauen und meine Medikamente selber prüfen.
    Fazit für mich: versehentliches Doping möglich
  3. Doping über das normale Essen. Dazu gab es gar keine Informationen. Soll schon vorgekommen sein. Einfach mal “Doping durch Rindfleisch“ googeln.
    Fazit für mich: versehentliches Doping durchaus möglich

Allein diese drei Punkte machen mir schon ein mulmiges Gefühl zum Thema Doping. Und auch wenn die NADA mir schreibt

Über verschiedene Maßnahmen werden insbesondere Nachwuchssportlerinnen und -sportler, aber auch Trainerinnen und Trainer, Eltern, Anti-Doping Beauftragte, Lehrerinnen und Lehrer sowie Betreuerinnen und Betreuer für die Anti-Doping-Thematik sensibilisiert und vor den Gefahren der Leistungsmanipulation geschützt

hilft mir das nicht wirklich weiter. Sensibilisiert bin ich ja.

Um ganz ehrlich zu sein, ich fühle mich beim Thema Doping allein gelassen. Die Angst bei einer Dopingprobe positiv getestet zu werden mag unbegründet sein. Aber völlig entspannt wäre ich nicht, würde ich zu einer Dopingprobe nach dem Wettkampf gebeten werden …

Bildquelle: (c) dastridream.de

2 Comments

  1. Wahnsinn, was du dir für Gedanken machst, ich persönlich nehme sehr ungern Medikamente, wenn es aber notwendig sein sollte, gehe ich sowieso nicht an den Start. Wieviel dann noch im Körper ist und nachgewiesen werden kann weiß auch niemand zu beantworten. Was wir über die Nahrung aufnehmen und evtl. positiv getestet werden könnte, hängt z.B. vom Erzeuger ab!
    Denke aber das es leider das Thema Doping auch in unserer Liga von dem einen oder andern gemacht wird, wie das “Abkürzen oder das Windschatten fahren.” 🙁

    avon avon
  2. Ich bin da rigoros. Jede Form von Betrug muss Konsequenzen haben! Erwischt beim Doping? Ausschluss von allen Wettkämpfen. Techno-Doping? Das Gleiche! Windschatten fahren? Bleib mal eine halbe Stunde am Wegrand stehen.
    Nur: War das jetzt echtes Windschatten fahren? Oder wurde er gerade überholt und dem Überholer ging die Kraft aus? War das argentinische Rindersteake verseucht? War was in den Vitamintabletten? Ist das Billig-Mittel gegen Heuschnupfen vielleicht verunreinigt?
    Das ist das Problem. Man weiss es nicht immer so genau …
    Aber die Lurscher, die merke ich mir wieder😯

    dvon dvon

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