Spandauer Winterwaldlauf ´19

Das erste Event des Jahres habe ich überstanden! In diesem Satz steckt eigentlich schon alles was ihr Wissen müsst, aber ein paar mehr Informationen gebe ich Euch schon. Überstanden, weil ich die Distanz über 10k tatsächlich geschafft habe. Warum ich das so betone, ganz einfach,

seit Ende November fühle ich mich gesundheitlich nicht gut. Hatte bis zur ersten Januarwoche, außer Schwimmen, keinen Sport mehr gemacht.

Die ersten Laufkilometer des Jahres quälte ich mich über die Kilometer und die Zeiten waren extrem weit von mein gewohnten entfernt. Mein Gewicht, was sich seit dem Ironman zugenommen habe, war ein zusätzliches Problem und ein Klotz am Bein! Ich entschloss mich wieder zum Fasten um den ganzen Dreck aus dem Körper zu spülen und um auch ein paar Kilo zu verlieren. Das ist bekanntlich eine sehr kraftraubende Sache.

Zurück zum Wettkampf. Ich fuhr am Sonntagmorgen nach Spandau. Startunterlagen im Vereinsheim abgeholt und dank des E-Mail Verkehr auch relativ unproblematisch den Freistart bekommen. Kurz nach 10:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Start. Das Starterfeld war recht überschaubar, vielleicht waren es auch die -5C° die einige Läufer vom Start abhielten. Der Startschuss ertönte pünktlich um 10:30 Uhr und es ging auf die vier Runden durch den Spandauer Forst. Der Boden war leicht gefroren und gut zu laufen, kaum Glätte und damit, bis auf die Wurzeln, optimal.

Bei den ersten Schritten spürte ich die Kälte extrem beim Atmen, es tat richtig weh! Irgendwie war dieses Thema aber nach den ersten Kilometer erledigt und man hat sich daran gewöhnt. Bei Sonnenschein genoss ich die wunderschöne Landschaft, denn Licht beim Laufen im Winter ist für einen berufstätigen schon ein Luxus! Die Kilometer zogen sich wie ein Kaugummi und ich wurde immer wieder überholt, das ist ziemlich frustrierend! Ab Kilometer 5 kam mir der Gedanke vom Aufgeben, was eigentlich nicht meine Natur ist. Der Gedanke wurde immer stärker mit jedem Läufer der an mir vorbeizog. Meine extreme Kraftlosigkeit verstärkte diesen Gedanken. Ich nahm die dritte Runde zur Entscheidung ob ich dann aufhöre oder dann doch die letzte Runde in Angriff nehme. Diese Runde war ich sehr einsam unterwegs und ich hörte tief in meinen Körper rein. Ich entschied mich das Rennen zu finishen und akzeptierte meine schlechte Zeit! Mit dieser Akzeptanz war es leichter es zum Ende zu bringen, zwar weit unter den Vorjahreszeiten aber wenigstens gefinished! In Anbetracht meines körperlichen Zustandes muss ich mich damit abfinden und auf stätige Verbesserung hoffen! Für die Spenden4Kinder Aktion gibt es 3 €!

Bildquelle: © dastridream.de

4 Kommentare

  1. Eine Bemerkung noch: An alle da draußen, die glauben, Avon ist jetzt leichte Beute. Vergesst es. So ein Formtief, mehr ist es ja nicht, ist normal nach einer Auszeit. Spätestens im Frühjahr knackt er alles wieder weg☺

    dvon

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