Velothon 2016

Avon hatte mir eine deutliche Ansage gemacht. Er wollte unbedingt gewinnen. Der Favorit war natürlich ich auf der Strecke. Aber Einzelzeitfahren beim Triathlon war natürlich Avon der deutliche Favorit, 4:0 steht es dort. Daher wusste ich, das ich sehr schlechte Karten hatte. Im Vorfeld habe ich mir eine Taktik zurechtgelegt, die ich machen wollte.

Zum dritten Mal ging es auf die 120 Kilometer durch Berlin und Brandenburg. Es war sonnig bei 22 °C. Avon und ich haben uns eine Stunde vor dem Start in der Startaufstellung getroffen. Diesmal sind wir in Startblock C gestartet. Direkt vor uns das große Skoda Team. Avon sagte mir, er wolle erst mal langsam angehen. Das sprach natürlich voll auf meine Taktik.

Es war 9:15 Uhr und wir hörten den Start der VIP,s kurz danach der Start des A Blocks. 5 Minuten danach der des B Blocks, wo ich letztes Jahr noch gestartet bin. Und um 9:25 der Skoda Startblock und wir der C-Block. Wir sind langsam los. Avon vor mir. Startlinie überfahren und jetzt habe ich von hinten einen kleinen Angriff gestartet gegen Avon. Ich wusste natürlich, wie stark der Skoda Startblock war, und habe mich gleich rangehängt. Mit 50 km/h ging es auf die ersten Kilometer und war erstaunt, dass ich noch mithalten konnte. Bei den ersten Berg auf der Havelchausee war die Gruppe weg. Aber das war der Plan. Avon hatte ich jedenfalls hinter mir gelassen. Erst beim letzten Berg auf der Havelchaussee hatte die Gruppe Avon mich eingeholt. Hier waren es schon 20 Kilometer und mein Plan ist so weit aufgegangen. Ich konnte mich erst mal in seine Gruppe ausruhen und wollte in der nähe von Avon mich halten. Das ging sehr gut, bis einer mich sehr stark ausgebremst hatte. Die Gruppe war weg.

Aber die nächste Gruppe kam relativ schnell dahinter. Wir hatten fast das gleiche Tempo wie Avon, s Gruppe würde ich sagen. Aber ich musste paar Mal aufpassen, dass ich nicht rausfalle aus der Gruppe. Und freute mich schon innerlich auf die Bundesstraße 101. Aber in Arendsdorf ist in meiner Gruppe ein Massensturz von 7- 10 Leuten passiert. Zum Glück war ich am Schluss des Feldes. So ging es ganz alleine auf die Bundesstraße mit 33 km/h. Kurze Zeit später waren wir zu zweit und wir hatten einen Schnitt von 35 km/h. Ungefähr 5 Minuten später, schon zu viert. Wir alle haben uns gut abgewechselt. Und haben eine sehr große Gruppe von 20 Leuten sogar hinter uns gelassen. In Berlin angekommen haben wir uns eine Gruppe angeschlossen, die einen sehr guten Speed hatte.Ich war glücklich, dass wir in der Gruppe waren und mich endlich erholen konnte. Ich war ganz schön am Ende. Ich bin dann die ganze Zeit im Windschatten geblieben und habe versucht, in der Gruppe zu bleiben.

Bis zum Ziel war ich da drinnen.Ich war glücklich sogar mit persönlicher Bestzeit dieses Rennen absolviert, zu haben. Und Wiedrum erstaunt das Avon nicht sehr weit vor mir ins Ziel gekommen ist. Gerade mal 3 Minuten. Im Vergleich beim Chiemsee Triathlon waren es 16 Minuten bei 80 Kilometer. Also ist meine Taktik voll aufgegangen.

CGUGm_VWQAAN6NT

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildquelle: (c) dastridream.de

 

 

 

 

4 Kommentare

  1. Respekt. Spannender Bericht. Mich halten allerdings die vielen Massenstürze davon ab, teilzunehmen. Vielleicht gibt es ja doch irgendwann am Vortag mal ein 100 Kilometer Einzelzeitfahren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.