Zusammen mit meinem neuen Bike im letzten Jahr war auch ein neuer Tacho fällig. Einer, mit dem ich alle Werte anzeigen lassen kann, den irgendeiner der eingebauten Sensoren liefert. Und das ist weit mehr, als ich gedacht habe.
Ich entschied mich für den Garmin Edge 840 Solar. Er ist kleiner als der Edge 1040, den ich für Wettkämpfe deutlich zu groß fand. Und er hat Touchfunktion, die ich an der Uhr nervig finde, für den Tacho aber super. Die umfangreichen Funktionen sind vom Prinzip selbsterklärend, allerdings gibt es vielfältige Einstellmöglichkeiten, die man sich in Ruhe erarbeiten muss. Auch in diesem Jahr entdeckte ich noch einen neuen Datenlieferanten und bin nun wie folgt unterwegs.
1. Datendisplay
Das ist quasi meine Hauptansicht, wenn ich unterwegs bin. Die Anzeige ist wie bei den Uhren frei konfigurierbar und ich habe mich für eine umfangreiche Anzeige entschieden. Mögen auf den ersten Blick viele Daten sein, aber schon nach kurzer Zeit weiß man, in welchem Bereich welche Daten sind und man schaut exakt auf das Feld, was man benötigt. Links oben ist die vergangene Fahrzeit. Da der Edge über Start/Stop Automatik verfügt, werden Pausen an der Ampel oder der Dönerbude nicht mitgezählt. Sehr praktisch und eigentlich selbstverständlich für einen Tacho, nicht aber für die Standardeinstellung einer Garmin Uhr. Rechts daneben die Distanz.Darunter groß die Geschwindigkeit. Mag für moderne Athleten altmodisch sein, aber ich mag den Blick auf meinen Speed, sowohl im Training als auch im Wettkampf. Speed matters 🙂 Links darunter ist das Feld, dass ich erst dieses Jahr entdeckt habe. In einer e-Mail meines Schaltungsherstellers SRAM. Die Schaltung sendet tatsächlich Daten, die ich am Tacho empfangen kann. Wie man im Foto sieht, fahre ich gerade Gand 2 von 12 auf dem hinteren Kranz. Vorne habe ich nur einen, deshalb 1 von 1. Hier wünsche ich miur, dass bei nur einem Kranz vorne der nicht angezeigt wir und man dafür größer den hinteren sieht. Daneben ist die Herzfrequenz. Kommt vom Pulsgurt. Hier funktioniert sowohl mein Garmin Gurt, als auch der H10 von Polar, den ich mal für meine Samsung Smartwatch gekauft habe. Darunter folgen die Daten der Tretkurbel. Tretfrequenz und Leistung in Watt. Gerade die Leistung ist ein von mir mittlerweile oft genutzter Wert, insbesondere wenn es einen Anstieg hoch geht. Das Display ist sehr umfangreich, aber auch übersichtlich.
2. Anstiege
Und plötzlich geht es einen Anstieg hoch. Der Tacho gibt einen kurzen Piepton von sich und schaltet automatische auf die Anstiegsanzeige um. In der Mitte ist der Anstieg mit den einzelnen Abschnitten sichtbar, oben die verbleibende Länge und Höhenmeter, unten die Neigung und die Höhe. Gerade wenn die Anstiege etwas länger sind kann man sich gut an der verbleibenden Strecke motivieren. Oben angekommen, erfolgt die Umschaltung zurück zum Datendisplay automatisch. Ach ja, ganz oben mit schwarzem Hintergrund steht die Anzahl der Anstiege der geplanten Tour. Bin also gerade erst am ersten von vier Anstiegen.
3. Navigation
Garmin ist bekannt für seine Navigation. Und die funktioniert auch hier. Ich plane meine Radtouren über Komoot und lade diese dann auf den Edge. Es gibt die Möglichkeit direkt die Komoot-App auf das Edge zu laden und zu nutzen. Ich nutze aber die Germin Navifunktion, da sie mit den anderen Funktionen des Edge aus meiner Sicht besser harmoniert. Auch dieses Display schaltet sich automatisch um, wenn eine Wegänderung erforderlich ist und zeigt die Strecke. Nach der Kurve erscheint wieder das Datendisplay. Natürlich kann man zu jedem Zeitpunkt zwischen den Displays nach Links oder Rechts wischen. Dabei findet man dann noch 3 oder 4 weitere Anzeigen. Freie Auswahl sozusagen.
4. Smartphoneanbindung
Zuletzt noch die Anbindung ans Smartphone. Funktioniert. Anrufe und jedwede Nachrichten werden auf der unteren Hälfte des Edge angezeigt. Kann ich das „Moin“ von Svon und Avon bei frühen Ausfahrten direkt auf dem Display lesen, ohne das Smartphone suchen zu müssen 🙂
Alles in allem ein nettes Spielzeug bzw. sinnvolles Gadget. Die Solarvariante nutzt darüber hinaus noch das Sonnenlicht, um den Akku während der Fahrt zu laden. Ganz nett, aber die gewonnen Zeiten liegen bei meinen Touren eher im Minutenbereich.
Bildquelle: (c)dastridream.de


👍👏