Im Zuge von Avon“s Artikel über seine neue Hardware bin ich noch mal einige alte Artikel durchgegangen. Und habe mal. etwas unsortiert, ein paar Gedanken in einen Artikel gepackt.
Zumächst stolperte ich über einige Kommentar zur Samsung Watch beim Training. Sabine und Jeannie hatten sich zum Beispiel in den Kommentaren über die schlechten Schwimmaufzeichnungen ihrer Samsung Watch 5 resp. 7 ausgelassen. Und das auch mit der swim.com App, die ich favorisiert habe. Offenbar sind diese neuen Samsung Modelle nicht wirklich fürs Schwimmen geeignet. Zumindest legen die Kommentare das nahe, geprüft habe ich das nicht. Falls dem so ist, hat Samsung hier ein Hardware / Sensoren Problem, mit Software-Updates alleine bekommt man das nicht in den Griff. Ist ja kein VW Diesel.
Zum zweiten hat Avon über die Problematik der Datenerfassung mit seinem 2025er Tacho berichtet. Darauf komme ich gleich nochmal zurück.
Und drittens läuft der Weg in die Vielfalt der Sportportale zwischen den Anbietern selten ohne Zusatzapps. Kein Anbieter bietet alle oder zumindest die notwendigen Schnittstellen an. Bei der Auswahl von Hardware und Software, sprich Portale, muss man sich schon im Vorfeld Gedanken machen, was man genau braucht und auch langfristig nutzen will. Denn das Ganze ist ein babylonisches Sprachgewirr. Selbst wenn man sich in nur einem Ökosystem bewegen will, geht das nicht. Es geht nicht „nur Garmin“ oder einer der anderen Sportuhrenhersteller. Zum einen gibt es keine Garmin Smartphones und es braucht Android oder iOS. Zum anderen kann man mit Garmin nicht telefonieren. Bei Samsung, wie ja seit ein paar Jahren auch runtastic, gibt es keine Portale. Vernünftige Trainingsplanung und Auswertung nicht möglich. Es braucht also Apps zum Verteilen der Daten. Gleiches gilt für Apple.
Das Apple Ökosystem wird immer als „goldener Käfig“ bezeichnet. Zumindest von meiner Perspektive steht der Käfig weit offen. Denn mit der App RunGap kann ich dutzende (46) Portale miteinander koppeln. Kostet etwas, aber tut was es soll und das perfekt
Über die Apple Watch Hardware hatte ich ja schon berichtet. Sensoren und Software sind perfekt aufeinander abgestimmt. Die Schwimmaufzeichnungen sind von hoher Qualität und Genauigkeit, inklusive Herzfrequenz. Metergenau. Das Einstellen der Poollänge erfolgt vor jedem Training und ist einfach. Aber, wie viele andere Smartwatches mit Touchdisplay auch, geht die Apple Watch in einen Wassermodus, so dass man sie nach dem Training erst entriegeln muss, um das Training zu beenden. Ist blöd und macht die letzte Bahn ungenau. Was allerdings super funktioniert ist die Sprachsteuerung. Ich kann mit „Hey Siri, Training beenden“ am Ende mein Training beenden. Nettes Gimmick, funktioniert auch mit aktivierter Tastensperre.
Ein echtes Portal hat Apple natürlich auch nicht und auch auf dem MacBook kann man sich die Daten nicht über eine App anschauen. Fehlt. Also wie gehabt, Daten raus aus dem „goldenen Käfig“ und rein nach Garmin und TrainingPeaks.
Prinzipiell funktioniert der Datenaustausch zwischen den Systemen über spezielle Apps sehr gut. Für manuelle Übertragungen sind FIT, GPX, und TCX die gängigsten Formate. Aber Achtung, hier gibt es leichte Unterschiede, die insbesondere bei Pausen zum Tragen kommen. Habe mir vor einiger Zeit mal die Mühe gemacht in die Datein reinzuschauen. Garmin beispielsweise hat zusätzliche Parameter, die die Kilometer und Zeiten bei Pausen kennzeichnen. Machen andere nicht und die Kennzeichnung von Pausen scheint nicht standardisiert zu sein. Die direkte Datenübertragung von Apple nach TrainingPeaks überträgt beispielsweise die Bruttozeit und ignoriert die von Apple bereitgestellte Nettozeit. Ohne Umwege über eine App bekomme ich somit falsche Daten angezeigt.
Mein Fazit nach diesem etwas unstrukturierten Rundumschlag: Auch 2025 gibt es keine Standards in den Schnittstellen und es sind auch am Horizont keine zu sehen. Bei Datenübertragungen zwischen verschiedenen Systemen und Apps ist die Richtigkeit zu prüfen. Bei den Uhren selbst können zusätzliche Apps wie swim.com gute Dienste leisten, liefern aber wieder nur in bestimmte Ökosysteme. Die Antwort nach der richtigen Hardware und Software ist somit einfach. Es hängt davon ab …
Bildquelle:(c) dastridream.de
Das leidige Thema, leider ist es so und damit sichert sich jeder Anbieter seine Daseinsberechtigung ;-). Tatsächlich bin ich froh, zwar nicht telefonieren zu können (Garmin-IOS/Android) aber der Rest passt. Wir warten mal die nächsten Jahre ab….