Die Sache mit dem Rad

tiwradStellt Euch vor, Ihr geht in die Berge zum Radfahren. Ihr rechnet mit Schotterstraßen, Kies und Gestein. Außerdem sind mehrere Flussquerungen geplant. Zur Auswahl stehen ein vollgefedertes Mountainbike sowie ein Rennrad.
Kaum jemand würde sich in so einer Situation für das Rennrad entscheiden.
Und nun stellt Euch den umgekehrten Fall vor. Doch hier fangen bei vielen die Überlegungen an. Brauche ich wirklich ein Rennrad? Kann ich nicht genauso gut mein Mountain- resp. Trekkingrad nutzen? Natürlich kann man. Man sollte aber nicht.

Das Hauptargument hierbei lautet Rollwiderstand. Es ist völlig egal, dass Euer Mountainbike 24 Gänge hat und Euer altes Rennrad nur 10. Worauf es ankommt, ist die Auflagefläche des Reifens auf der Straße. Diese ist beim Rennrad deutlich geringer als beim MTB. Probiert es beim Händler Eures Vertrauens einfach mal aus und dreht ein paar Runden. Mit dem MTB ist man auf der Straße nicht nur deutlich langsamer, man braucht auch deutlich mehr Kraft. Kraft, die einem beim Laufen fehlt.

Es ist dabei für Einsteiger durchaus in Ordnung, sein altes Rennrad oder das des Nachbarn zu nutzen. Wer schnell sein will, für den gibt es nur eine Entscheidung – ein Rennrad. Ich selbst fahre ein zwanzig Jahre altes Triathlonrad. Ich investiere jedes Jahr einige Zeit, es für die Saison herzurichten. Es ist schnell und zuverlässig und vor allem genau auf mich angepasst. Es muss also nicht der neueste Carbonrenner sein, ein solides Rad für den Einstieg macht es auch.

Meine Empfehlung – gleich mal in die Garage schauen oder den Nachbarn fragen. Es lohnt sich spätestens am Wettkampftag.

Bildquelle: (c) dastridream.de

 

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