Mit dem Rad im Zug – Kallinchen per Bahn

So mitten in der Off scheint im Moment niemand so richtig Lust zu haben, irgendetwas zu machen. Kein Sport. Keine Artikel. Unser sportlicher Jahresrückblick lässt auf sich warten, die Planungen für 2022 sind noch in unseren Köpfen.

So richtig Lust haben wir wie gesagt nicht auf Sport. Genauso wenig Lust hatte ich, mit dem Auto nach Kallinchen zu unserem Jahreshöhepunkt zu fahren. Samstag hin, Sonntag zurück – und das mitten in den Sommerferien bzw. Ferienende. Baustellen, Stau und immer auf den Verkehr achten, dass wollte ich mir dann doch nicht antun.

Die Lösung war für mich, den Zug zu nehmen, wie ich schon geschrieben hatte. Da es keine Radtickets mehr gab, musste das Rad als Gepäck mit. Im Gegensatz zum Fliegen fand ich allerdings nirgendwo im Internet eine genaue Information, wie groß das Gepäck sein darf. Die etwas schwammige Formulierung der Bahn:

Neben Ihrem Handgepäck dürfen Sie ein weiteres größeres Gepäckstück oder einen weiteren Gegenstand kostenlos mitführen, sofern diese sogenannte Traglast von einer Person allein getragen werden kann.

Nun, ein Rennrad kann man schon allein tragen, aber ein Rad ist ein Rad dachte ich mir. Ein Radkoffer wäre eine Möglichkeit, aber teuer. Meine Flug-Pappkiste war ausrangiert und auch schwer zu tragen. So entschied ich mich für eine einfache Radtasche aus dem Internet. Für Flüge definitiv nicht geeignet, aber für den Eigentransport sollte es gehen.

Und richtig, die Tasche versah gute Dienste. Rad und Laufräder, die ich zusätzlich verpackt hatte, passten perfekt hinein. Zusammengefaltet war die Tasche auch klein genug, um sie im Rucksack für die letzten 16 Kilometer vom Bahnhof bis zum Hotel zu verstauen.

Die Tasche macht sich sicherlich auch gut im Auto, wenn man es sauber halten möchte.

Doch wo die Tasche im Zug abstellen? Sie ist schon recht groß. Meine erste Idee war, zwischen Sitz und Türbereich zu stellen, deshalb buchte ich einen Sitzplatz gleich an den automatischen Schiebetüren im Großraumabteil. Passt leider nicht, denn das Rad ist breiter als der Abstand hinter dem Sitz. Der Bereich in der Zugmitte für große Koffer war bereits durch einen zusammengeklappten Rollstuhl besetzt. So verstaute ich das Rad im oberen Gepäckfach. Das passte genau, wie man auf dem Foto sieht. Ob das ganze auch mit 28 Zoll Rädern passt, kann ich nicht sagen, da ich immer noch mit meinem 26 Zoll Quintana Roo bei Wettkämpfen unterwegs bin.

Für mich eröffnet diese Lösung eine völlig neue Flexibilität, kann ich das Rad doch jetzt relativ einfach im ICE mitnehmen. Und stressfreier und entspannter nach dem Wettkampf ist es auch. Eine gute und preiswerte Lösung für den Radtransport. Und vielleicht fährt auch bald ein ICE nach Fuerte.

Bildquelle: (c) dastridream.de

2 Kommentare

  1. Mit dem ICE@FUE wird wohl erstmal nix, ansonsten eine richtig coole und vor allem ne saubere Lösung. Vielleicht schickst du mir mal ein Link zur Tasche. Hattest du noch Platz in der Tasche für 28 Zoll Räder?

    avon

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