Das Geheimnis des Zuckertütchens

Kennt ihr das Gefühl der völligen Unterzuckerung? Es gibt viele Momente in dem man, gerade im Training, das Essen vergisst. Man ist gut drauf und es läuft alles am Schnürchen, man hält ein Smalltalk mit dem Trainingspartner und plötzlich versagt der Körper. Im Buch von Chrissie Wellington „ Ein Leben ohne Grenzen“ B8GpgaIIcAAfPv6wurde sie vom Trainer und von Athleten immer wieder ans Essen erinnert. Wenn man im Training ist und nichts zu sich nimmt kommt irgendwann der Punkt an dem es zu spät ist. Keiner der einen daran erinnert und schon ist es passiert.

Unterzuckerung kommt ziemlich schnell und man fühlt sich von den einen auf den anderen Moment extrem schlecht. Schwindel und trockener Mund ist nur der Anfang. Ich hatte diesen Einbruch bereits zwei Mal im Training. Einmal war meine Verpflegung bereits verzerrt und einmal hatte ich gar nichts dabei, da ich eigentlich nur eine kleinere Trainingseinheit absolvieren wollte. Beide Male ging es mir wirklich nicht gut. Seit diesem Tag habe ich mir fest vorgenommen, meine Ernährung während der Trainings-und Wettkampfphasen nicht zu vernachlässigen.

Bei Trainingseinheiten auf dem Rad versuche ich alle 35-40km ein Gel oder Riegel kombiniert mit dem Iso-Getränk zu mir zu nehmen, beim Laufen ist es abhängig von der Strecke und der Temperatur. An heißen Tagen muss beim Laufen unbedingt ab 7 km Wasser dabei sein und bei 20 km sollte es auch mal ein Energiegel und Riegel sein. Im Winter komme ich locker 15 km ohne Getränk und Energie aus. Bei kurzen Einheiten verzichte ich komplett auf die Energieprodukte.

Oft Jogge ich morgens zur Arbeit und lass den Tag auf mich zu kommen. Falls es einmal nicht so anstrengend war geht es noch mal auf die Piste für ein paar Kilometer. Oft habe ich dann aber keine Energie Riegel oder Gels dabei. Jetzt komme ich zu den Zuckertütchen.Zuckersticks Die liegen auf Arbeit immer irgendwo rum. Die werden dann schnell mal mitgenommen, wenn es nach der Arbeit doch noch auf 10-20 km geht. Ist bestimmt nicht so gut wie ein Energie Riegel oder Gel, aber immer noch besser als nichts. Im Übrigen bin ich seit dem nie wieder in die Situation der Unterzuckerung gekommen.

Ich weiß das dass nicht die beste Energiezufuhr ist und viele die Hände über dem Kopf zusammenschlagen doch wer in eine Phase des Zuckermangels schon einmal war kann mich vielleicht verstehen.

Bildquelle: © dastridream.de

4 Kommentare

  1. Das sehe ich etwas anders.
    Der Trick im Ausdauersport besteht darin, den Körper von Kohlehydrate auf Fettstoffverbrennung umzustellen. Da ist es wenig hilfreich, im Training mit Gels, Iso oder mit Zuckertütchen zu hantieren. Auch wenn es hart wird, da muss man im Training durch. Deshalb empfehlen sich lange Laufeinheiten gerade morgens, noch vor dem Frühstück. Da schmilzt das Fett (wenn man zum Frühstück nicht gleich wieder 3 kg Nutella nachschiebt :-)). Beim Laufen bekomme ich es seit Jahren hin, beim Radfahren ist es wirklich hart, da schaffe ich es bis heute nicht.
    In einer Triathlonzeitschrift habe ich dazu letztens einen guten Artikel gelesen, ich suche den mal raus ….

    dvon dvon
    1. Grundsätzlich trainiere ich immer ohne Energiezufuhr. Problem ist auch nicht die Strecke, mein Handicap ist das ich nach der Arbeit, wo ich so gut wie nichts zu mir nehme, noch 15-20km Laufe oder an die 60-70km Radfahre mit ca. 800kcal bis dahin ist es nicht nur hart sondern unmöglich. Ich hatte den Fall der Unterzuckerung und da kommt man nicht durch. Schweißausbrüche, Schüttelfrost und nicht mehr Herr der Lage. Für diesen Notfall ist es gedacht!

      avon avon
      1. Dann hilft nur, Training vor der Arbeit. Was spricht dagegen, erst um 12 Uhr anzufangen? Halbierung der Arbeitszeit bei gleichzeitiger Verdopplung des Gehaltes …
        Schon mal mit Deinem Boss über so einen Vorschlag gesprochen? 🙂

        dvon dvon

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