Tief auf dem Grunde des Motzensees … Reloaded!

Ja, wie kommt sie da hin. Die Geschichte fing so an. Ich habe als Kind nie richtig schwimmen gelernt. Ich wurde mit ca. 8 Jahren plötzlich vor die Situation gestellt schwimmen zu müssen. Schwimmunterricht gab es an unserer Schule nicht und das nächste Schwimmbad war nicht so schnell zu erreichen. Also wurde es im Urlaub soweit wie möglich geübt, zwar nicht mit Schwimmlehrer sondern man hörte auf sein Vorbild…seinen Vater. Nach einem Schwimmbad14-tägigen Urlaub dachte sich mein Vater, dass es Zeit wäre alleine zu schwimmen. Er zog mich in die Mitte des Schwimmerbeckens und tauchte einfach ab, so, nun musste ich mehr schlecht als recht zum Beckenrand. Das war meine erste Erfahrung in Sachen schwimmen.

Mit dem Entschluss den Triathlonsport weiter auszuüben musste auch eine verbesserte Schwimmtechnik her und das war der Grund warum man sich aus sämtlichen Quellen versuchte die besten Tipps rauszusuchen. Das versucht man in der heutigen Zeit aus dem Internet mit Videos und irgendwelchen Foren. Das Problem, wie schon von dvon`s Tief auf dem Grunde des Motzensees … beschrieben, alle Tricks gehen nur auf die Technik ein. Das wichtigste, die Atmung wird komplett vernachlässigt, sogar als ich mich mit dem ersten Schwimmtrainer verabredete, kam das Thema Atmung überhaupt nicht zur Sprache.

Nachdem ich meinen ersten Triathlon Anfang der 90’er absolvierte und das mit Brustschwimmen, wusste ich schon, dass es wenig effizient ist, da die Beine mehr belastet werden als beim Kraulen. Nach der langen Pause und meinem Wiedereinstieg nutze ich natürlich die Tricks aus dem Internet. Einige, sogenannten Profis, schrieben über die Atmung und behaupteten die Nasenklammer wäre die Lösung allen Übels. Super dachte ich mir, dass ist für meine bescheidene Atemtechnik die Abhilfe.

NasenklammerGut, also ging es in meinem mir vertrauten Triathlongeschäft um mich beraten zu lassen, anscheinend war nur eine Aushilfe hinter der Kasse und empfahl mir auf jeden Fall eine Nasenklammer zur Lösung meines Problems. Also habe ich diese auch in dem Geschäft erworben! Mit gutem Gefühl, Ratschlägen der Verkäuferin und der wenigen Infos aus dem Netz ging es zum Training in die Halle. Gut, eine Besserung stellte sich nicht ein, na ja, vielleicht gehe ich damit falsch um, dachte ich mir. Bei einem Telefonat mit dvon riet er mir von Anfang an ab, diese zu nutzen.

Der Kallinchentriathlon 2013 stand an und mit meiner Nasenklammer fühlte ich mich sehr gut. Der Startschuss ertönte und es ging ins Wasser, nach der ersten Ellenbogenschlacht hatte ich etwas Platz um mich geschaffen. Nun ging es los und ich versuchte irgendwie in meinen Rhythmus zu kommen. Ich schluckte Wasser und kassierte noch einige Schläge von anderen Teilnehmern. Ich versuchte erneut ins Kraulschwimmen zu kommen, doch mit der Atmung kam ich überhaupt nicht zurecht. Nach ungefähr 200 Metern verabschiedete ich mich von meiner ca. 7 Euro teuren Nasenklammer und versenkte sie im Motzener See. Danach konnte ich natürlich nicht besser schwimmen, aber ich war ein Laster los.Kallinchen 2013

Der Wettkampf verlief trotz der schlechten Schwimmleistung sehr gut und ich war zufrieden, wollte mir aber nicht ausmalen, was ich hätte schaffen können mit einer besseren Leistung im Wasser.
Es war also Zeit zum trainieren, zu Weihnachten gab es den Gutschein zum Schwimmtraining und dvon optimierte meine Atmung am Telefon, Chats und bei seinen Besuchen in meiner Heimat bei gemeinsamen Trainings.
Die Atemtechnik zu erlernen war gar nicht das große Problem, wenn man die Unterstützung von einem hatte, der das gleiche wie ich durch hatte. Sich alles selbst beizubringen. Nur er wusste wie ich mich fühlte und zu kämpfen hatte. Die Angst unter Wasser alles aus Rachen und Nase auszuatmen wurde mit dem zusätzlichen „schreien“ unterstützt. Ich schreie heute noch ab und zu unter Wasser, wenn ich durch Wellen oder anderen Schwimmern aus meinem Takt komme. So kann ich besser alles raus lassen und komme schneller wieder in meinen Rhythmus.

Bei den nächsten Wettkämpfen war das mit dem Schwimmen schon deutlich besser, jetzt fehlt es nur noch an Geschwindigkeit…..also dvon, mache dich auf die Socken und absolviere weitere Trainingseinheiten mit mir. Bei deiner Schwimmleistung brauchst du auch keine Angst haben das ich dir in irgendeiner Weise im Wasser gefährlich werden könnte.

P.S.: Finger weg von der Nasenklammer, optimiert lieber die Atmung!

Bildquelle: © dastridream.de

8 Kommentare

    1. ….. das kann ich dir nach fast 32 Jahren nicht mehr beantworten.
      Ich habe dieses Foto benutzt wegen des Zeitraums und weil es das Schwimmbad war wo ich das “schwimmen” gelernt habe. Sieht so aus als wäre es sogar nur das Nichtschwimmerbecken.

      avon avon
  1. Gut.
    Anderer Punkt. Ist das Farbfoto vom Motzensee? Das ist ja in Summe eine total entspannte Vorstartatmosphäre. Das wäre ja eigentlich auch was für mich. Wurden dort eigentlich dann noch Kekse und Kakao verteilt?

    dvon dvon

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.