Masters und andere alte Leute

Kaum ist man dem Teenageralter entwachsen, schon gehört man zum alten Eisen. Ernsthaft. Wer es nicht glaubt, der schaue sich mal die Wettkampfbestimmungen des DSV an. Ab 20 Jahren startet man bei den Masters. Wer nun glaubt, die alten Damen und Herren bei einem Schwimmwettkampf locker abzuhängen, der irrt sich gewaltig.
Im letzten Jahr habe ich selbst erstmalig als Master an einem Schwimmwettkampf teilgenommen. Um es vorweg zu nehmen – ich hatte keine Chance.

Challenge4All 2014, Roth
Challenge4All 2014, Roth

Das Niveau bei diesen Wettkämpfen ist unglaublich hoch. Am Schwimmstil kann man deutlich die Schwimmer erkennen, die das seit ihrer Kindheit machen. Auch im hohen Alter jenseits der 20 sieht das noch unglaublich elegant aus. Wir “Nichtschwimmer” versuchen das mit Kraft und Kampf auszugleichen, ziehen aber gegen die Eleganz den Kürzeren.
Egal, als Ironman bin ich letztes Jahr über 200 und 800 Meter sowie die Staffel an den Start gegangen. Die 800 waren hart, zumal bei eingeschränktem Können der Wendetechnik. Dennoch bin ich Vereinsmeister über 800 m geworden und Rekordhalter auf der Strecke. Cool, oder?
Zugegeben, ich bin der einzige aus unserem Verein, der gestartet ist, insgesamt in der kurzen Geschichte unseres Vereins wohlgemerkt. Beim Wettkampf habe ich in meiner Altersklasse Platz 6 belegt. Von 7. Also alles relativ.
Am kommenden Sonntag stehen nun die nächsten internationalen Masters an. Ich gehe wieder über die 800 Meter an den Start. Ich habe im Schwimmen deutlich weniger in dieser Saison trainiert als letztes Jahr. Allerdings war mein Ausgangsniveau höher und einige Verbesserungen in der Technik kann ich auch verbuchen. Auch werde ich von der Taktik diesmal anders Schwimmen, ruhiger zur Wende und versuchen ein paar Sekunden durch Rollwenden zu gewinnen. Bei 14:25,5 min schlug ich letztes Jahr an, die 100 Meter jeweils um die 01:50 min. Keine Ahnung wo ich stehe, dieser Wettkampf dient mir eher dazu meine Form zu testen. Ziel ist es dennoch, meine 2014er Zeit zu unterbieten.
Jetzt gilt es noch, meinen Einsatz für Spenden4Kinder festzulegen. Das ist gar nicht so einfach, da ich keinerlei Gefühl für meine Form im Wasser habe …
Ok, ich spende 1€ für jede 10 Sekunden über der Zeit vom letzten Jahr. Bei DNF sind es 5€. Bin ich schneller als 2014, runde ich den Ist-Stand auf 23€ auf. Auf geht’s!

Bildquelle: (c) dastridream.de

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