Rennbericht MyWörthsee Triathlon

Am letzten Sonntag fand der MyWörthsee Triathlon über die Sprintdistanz statt. Endlich wieder Triathlon, stand ich doch zuletzt im letzten Jahr in Roth am Start.

Wegen der Coronakrise finden die unterschiedlichen Distanzen an verschiedenen Wochenenden statt. Zudem wurde der Schwimmstart an den wesentlich breiteren Strand bei Walchstadt verlegt.

Um 5 Uhr klingelte der Wecker. Nach einem kurzen Frühstück ging es dann auch schon Richtung Wörthsee. Die Anfahrt mit dem Auto war kein Problem, Parkplätze reichlich vorhanden. Die erste Wechselzone Schwimmen/Radfahren war in unmittelbarer Nähe des Parkplatzes. Die Startnummer hatte ich schon am Vortag bekommen, so dass die Wechselzone schnell eingerichtet war. Apropos Startnummer. Ich bekam die Nummer 358. Zufälle gibt es manchmal. Der letzte Wettkampf war auf den Tag genau 358 Tage her.

Meine Startgruppe sollte um 07:45 Uhr starten. So ging ich zum Wasser und schaute den Teilnehmern der AK70 zu, die offensichtlich schon früher gestartet waren. Das Wasser des Wörthsees war wie immer glasklar. Die Temperatur lag bei 21°C so dass Schwimmen mit Neopren erlaubt war. Ich zwängte mich in den engen Anzug und schwamm mich ein wenig ein.

Pünktlich zum dreiviertel Glockenschlag der nahegelegenen Kirche erfolgte der Startschuss. Und ab ging es. Endlich wieder Triathlon! Was für ein tolles Gefühl wieder beim Wettkampf zu sein. 750 Meter auf einer einfachen Wendepunktstrecke. Ich fand sofort meinen Rhythmus und hatte auch keine Probleme mit anderen Athleten. Ich habe mir für diese Saison eine neue Zoggs zugelegt, da die alte durch Strandsand im Urlaub nach einigen Jahren nicht mehr eine so klare Sicht hatte.

Es war ein weitgehend einsames Schwimmen. Durch die verschiedenen Startgruppen war viel Platz auf der Strecke. Und es machte wahnsinnig Spaß mal wieder im Freien zu schwimmen.

Nach knapp 17 Minuten kam ich aus dem Wasser. Absolut keine Glanzzeit. Ob das am Corona bedingten Trainingsdefizit oder an einer falschen Streckenmessung lag, kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich eine Kombination aus beidem.

Raus aus dem Wasser, Neo auf und ab in die Wechselzone. Neo aus, Helm, Schule, Radbrille, Startnummer um – schön, dass die Handgriffe immer noch sitzen. Rauf aufs Rad und los auf die 22 Kilometer lange Radstrecke.

Noch bevor der erste Kilometer um war, kam schon der erste Anstieg. In Summe waren es ca. 230 Höhenmeter. Nicht viel, aber es genügte, um den “Flow“ ein wenig zu unterbrechen. Die Radstrecke selbst war wirklich genial. Der Belag war sehr gut und es gab einige Abschnitte, wo man es richtig krachen lassen konnte mit einem Topspeed von fast 60 km/h.

Die Radstrecke war viel zu kurz und endete nach gut 47 Minuten. Das wirklich tolle aber war, dass alle Teilnehmer die Regeln eingehalten haben und niemand Windschatten fuhr.

Runter vom Rad und rein in die Wechselzone, die der Veranstalter an der Amper eingerichtet hatte. Dadurch gab es eine Entzerrung des Teilnehmerfeldes, was in Coronazeiten nur gut sein kann.

Ein schneller zweiter Wechsel, eine Flasche Wasser geschnappt und die 5 Kilometer in Angriff genommen. Mittlerweile war es richtig warm geworden. Auf dem ersten Kilometer knallte die Sonne und es ging bergauf. Doch dann bog die Strecke in den Wald ab und die Bäume schützten vor der Sonne. Die Strecke war gut zu laufen. Sie war nicht flach und schnell sondern eher etwas hügelig. Es kamen dann nochmal 300 Höhenmeter dazu. Das tat dem Spaß aber keinen Abbruch, sondern schlug sich in erster Linie in der Zeit nieder.

Mit einer Gesamtzeit für diese wirkliche fantastische Veranstaltung von 01:41:32 h habe ich mich sicher nicht mit Ruhm bekleckert. Aber nach 358 Tagen Triathlonabstinenz und Coronahürden bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis.

Ich hatte im Vorfeld keinen Wetteinsatz geleistet. Es gehen dennoch 3 Euro an unsere Aktion Spenden4Kinder.

Ich freue mich auf die weitere Saison und die noch ausstehenden Wettkämpfe.

Bildquelle: (c) dastridream.de

6 Kommentare

  1. Absoluten Respekt so einen Wettkampf von A-Z zu organisieren und dann noch gegen den inneren Schweinehund durchzuziehen. Ich freue nich zu lesen dass du sehr viel Spaß hattest und noch haben wirst und schaue neidvoll auf dass was du auf die Beine stellst!
    Ich habe die Saison komplett abgeschrieben, sportlich runtergefahren und genieße die Zeit die dadurch plötzlich zu Verfügung steht. 2021 werde ich durchstarten. Dementsprechend überweise ich hiermit 21 Euro an die Spenden4Kinder Aktion.

    avon avon

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