Missing the Corona Lock down

Okay, natürlich vermisse ich den Stillstand des öffentlichen Lebens nicht wirklich. Mit den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen werden wir alle noch lange zu kämpfen haben. Und unsere alte Normalität werden wir wohl nicht so schnell zurückgewinnen, wenn überhaupt.

Was ich tatsächlich vermisse, ist die Ruhe auf den Straßen. Wenn man auf dem Rad viele Radfahrer, aber kaum Autos sieht. Wenn man über eine Brücke über die Autobahn fährt, und sie weitgehend leer ist. Das hat was. Aber wir sind zurück aus dem Lock down. Auf meiner Nachmittags-Tour Mitte letzter Woche hatte ich sogar das Gefühl, dass mehr Autos als sonst unterwegs waren. Als ob jetzt einige der Meinung sind, viele Kilometer nachholen zu müssen. Zum Glück scheinen die meisten Autofahrer die Zeit genutzt zu haben, um sich mit den neuen Verkehrsregeln vertraut zu machen. Viele sind bei meinen letzten Ausfahrten tatsächlich auf die Gegenfahrbahn ausgewichen. Danke dafür! Idioten gibt es auch weiterhin, aber damit war zu rechnen.

Die weitgehend autofreie Zeit habe ich versucht, die Strecken meiner neuen Heimat zu erkunden. So schön es auch ist, um die Seen zu radeln, macht der Verkehr und die Straßen sowie viele bayrische “Radwege“- die eigentlich Schotterpisten sind – das Rennradfahren unattraktiv. Also heißt es, abseits der Hotspots suchen.

Ich denke, ich bin fündig geworden. Ganz grob habe ich die Gegend schon im Kopf. Aber letztendlich zählen die Details. Straßenbelag, Verkehrsdichte, Qualität möglicher Radwege und natürlich die Aussicht.

Was ich bisher nur in den Bergen getan habe, mache ich jetzt auch fürs Rennradfahren: Meine Touren planen. Zuverlässig hilft mir dabei die Routenplanung von Komoot. Auch wenn die Webseite intuitiver sein könnte, ist die Planung einfach und schnell zu machen. Viele Tipps aus der Community helfen oftmals bei der Entscheidung für einen bestimmten Streckenabschnitt. Schließlich plane ich ja, um eben nicht auf einer Schotterpiste zu landen.

Ich habe jetzt einige Strecken zwischen 35 und 100 Kilometer geplant und zum Teil auch schon befahren. Ein bisschen ungewohnt war es schon, sich per Navigation beim Rennrad fahren leiten zu lassen. Bisher habe ich immer auf gut Glück versucht, gute Radrunden zu finden. Aber die Zeiten ändern sich. Das Smartphone passt super zwischen den Aerolenker. Der Ton ist im Case etwas leise, aber da hilft ein Knopf im Ohr. Ich bin happy, wieder tolle Straßen mit wenig Verkehr und akzeptablem Belag gefunden zu haben, wenn auch auf neuen (Navigations-) Wegen. Jetzt muss ich die neuen Strecken nur noch auswendig lernen, sonst hänge ich ewig am Navi 🙂

Ich freue mich auf weitere viele neuen Strecken, die es noch zu erkunden gilt. und wer weiß, vielleicht finden Svon und Avon dieses Jahr mal den Weg zu mir, dann können wir gemeinsam ausreiten.

 

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