MyWörthsee Triathlon Olympisch

Der dritte Triathlon Wettkampf in dieser Saison steht am Sonntag an. Es geht über die olympische Distanz. Die letzte habe ich am 30. Juni letzten Jahres absolviert. Am Chiemsee. Mit hunderten anderer Teilnehmern.

Das war vor Corona.

Ich habe ja schon in früheren Beiträgen berichtet, dass ich dieses Jahr meine eigenen Wettkämpfe absolviere. Ich brauche einfach die Motivation, um wenigstens ein bisschen zu trainieren. Um wenigsten im “Wettkampf” etwas mehr Gas zu geben, als im derzeit überwiegend lockeren Training. Und es macht Spaß, im Nachgang einen “echten” Rennbericht zu schreiben.

Doch wie laufen die Wettkämpfe nun tatsächlich ab? Was ist echt und was ist nur Show? Das möchte ich am Beispiel des kommenden MyWörthsee Triathlons über die olympische Distanz beschreiben.

Der Wettkampftag ist Sonntag. In der früh bis 8 bzw. 9 Uhr hoffentlich mit möglichst wenig Verkehr auf der Straße. Ich reise mit dem Auto an. Parkplätze sind morgens um 6 Uhr reichlich vorhanden. Als erstes richte ich meine Wechselzone ein. Das mach ich im Auto. Dort habe ich einen Korb mit der Radausrüstung. Helm, Schuhe, Gels, Brille, Startnummer, Getränke. Und das Rad.

Gegen 6 Uhr fällt der Startschuss am See. Um diese Zeit bin ich meist allein im See. Das ist gut, aber auch schlecht. Wenn ich aus irgendeinem Grund mal Probleme beim Schwimmen habe, ist niemand da. Deshalb schwimme ich, wie beim letzten Wettkampf, mit einer Rettungsboje. Man sieht mich besser und ich kann mich im Notfall dran festhalten. Die Strecke, ohne Neo wegen der hohen Wassertemperatur, ist einfach. 750 Meter in eine Richtung mit einer Landmarke vor Augen, dann die gleiche Strecke zurück und hoffentlich die richtige Landmarke angesteuert. Die Streckenmessung ist alles andere als korrekt, das merke ich bei jedem Training. Aber was soll’s?

Raus aus dem Wasser und Badeschlappen an. Schließlich liegen keine Matten aus. Dann geht es über die Wiese, einen kleinen Schlenker zum Auto. Korb raus, Rad raus. Schwimmsachen ins Auto, Schuhe, Helm und Nummer an, Flaschen und Gels ans Rad sowie den Autoschlüssel. Auto zu, ein paar Meter Laufen und dann auf’ die 40 Kilometer Rad.

Die Radstrecke hatte ich die letzten Wochen mit Komoot geplant. 40 Kilometer. Die Strecke bin ich dann auch mit dem Rad abgefahren. Passt soweit von der Entfernung. Die Navigation erfolgt gleichfalls über Komoot und einem Smartphone am Rad. Ich kenne die meisten Abschnitte der Strecke, den genauen Kurs habe ich aber nicht im Kopf. Nach 40 Kilometern lande ich dann zu Hause. Dort habe ich eine Wechselzone aufgebaut. Radständer und Laufschuhe. Und eine kalte Flasche Wasser. Runter vom Rad, durch die Wechselzone, Wechsel, Flasche schnappen und los auf die 10 Kilometer Runde. Die kenne ich deutlich besser und laufe sie aus dem Kopf. Bei der geplanten Hitze bin ich noch am Überlegen, zwei Wasserflaschen unterwegs zu verstecken. Falls nicht, bekommt der Veranstalter schlechte Noten 🙂

Dann zurück nach Hause, wo nach 10 Kilometern das Ziel auf mich wartet. Mit Verpflegung. Und Dusche. Und ein wenig Erholung. Irgendwann muss ich mich dann nochmal 10 Kilometer auf’s Rad schwingen und mein Auto abzuholen.

Prognosen für den Wettkampf gebe ich mal keine ab. Ich werde aber 5 Euro für den guten Zweck spenden. Freue mich schon auf Sonntag. Dann ist endlich wieder Race Day.

Bildquelle: (c) dastridream.de

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