RTL@FUE – Tag 7: Die Königsetappe

Den Sonnenaufgang konnten wir, Dank des bedeckten Himmels, leider nicht wirklich genießen, doch als wir dann starteten konnten wir es kaum glauben. Am Himmel das Königliche Blau und wir schwangen uns, am Letzten Tag, auf unsere Räder. Das Wetter war wirklich sehr Traumhaft. Wetter technisch war es der beste Tag dieser Woche.

20160313_081034Wir hatten, hier auf Fuerteventura, mit so manch Berg eine offene Rechnung. Es wurde Zeit diese Rechnungen zu Begleichen! Auf der FV 20 Richtung Tuineje hatten wir leichten Rückenwind, nicht so stark wie die vergangenen Tage aber doch spürbar. Nach dem Dvon, an dieser Stelle, Rücksicht auf mein Knie nahm, ging es jetzt direkt in die Berge.

Die ersten Anstiege ließen nicht lange auf sich warten, aber die Kleinigkeiten waren wir ja bereits gewöhnt und ließen uns kalt. Plötzlich ein olá von hinten, und ein Rennradfahrer musste uns erst mal beweisen, wie man hier mit den Bergen umgehen muss, leider versagte die Schaltung vom 22 Jahre alten Dvon-Rad, sonst hätten wir diesen „Radler“ mit Olá verabschiedet. Nun gut, man muss halt auch mal verlieren können! Es war im Übrigen das letzte Mal an diesem Tage 😉 .

Kurz nach diesem kleinen Missgeschick ging es in unserem Tempo Richtung Casas de Tamaretilla den ersten Richtigen Anstieg. Unterwegs überholte uns, mit kaum Geschwindigkeitsüberschuss, ein Deutscher Freizeitsportler. Ziehen lassen war nach dem Olá keine Option mehr und so wurde er kurzum Ein- und Überholt! Die Frage seinerseits, sich reinhängen zu dürfen, wurde von uns bejaht, so fuhren wir einige Kilometer zusammen.

Es waren bei diesem schönen Wetter extrem viele Radsportler in Gruppen unterwegs, ich hatte das Gefühl, dass wir mehr begegneten als in der kompletten Woche. Der erste Anstieg war sehr hart und einer von denen die ich noch nicht kannte, dafür hatte die Abfahrt wieder einmal einen tollen Gänsehauteffekt .Kurz danach folgte der 7 Kilometer Anstieg, auf der FV 605 Richtung Pájara, der ist gleich am zweiten Ausflug stark in den Knochen geblieben.

Nach blöden Kommentaren einer Zweiergruppe, wegen Fotos von Dvon, war klar das diese beiden, diesen Anstieg nicht so schnell vergessen würden. Die Ehre wurde auf den 7 Km wieder hergestellt, zumindest gegenüber diesem behaarten Dummschwätzer. Dessen Foto wir hier lieber nicht veröffentlichen! Beide wurden dann auf der langen Abfahrt geschluckt. Dieses beweist eigentlich nur, dass man nicht andere wegen der Figur abstempeln sollte, und den respektvollen Umgang wirklich auf jeder Ebene ausüben sollte!!! Wer die Figur eines Profis hat ist noch lange keiner, dass gilt im übrigen auch anders herum!20160313_152806

Nun stand die Auffahrt auf Dvon´s Traumstraße an, auch ein sehr hoher Berg, doch diesmal ohne Probleme absolviert. Etwas Verwunderung, über das nicht schmerzende Knie, war schon vorhanden, also nicht drüber nachgedacht und weiter. Über FV 30 ging es nochmals nach Betancutia, wir machten einen kleinen Stopp um unsre Verbrauchten Energien aufzufüllen. Selbstgemachter Tiramisu und Cola bzw. Kaffee hatten wir uns ausgesucht. Dieses Tiramisu war das Beste, was wir auf der Insel gegessen hatten.

Nun kam der Anstieg, der Anstieg, der Schmerz oder meine offene Rechnung! Dieser Berg hatte beim letzten Mal alles von mir abverlangt und hatte mir gezeigt, dass mein Knie mehr schmerzen konnte als mein Rücken. Also rauf aufs Rad und das Problem beim Schopf gepackt. Das Knie hielt und der Berg wurde bezwungen, meine persönliche Genugtuung! Der Ausblick war unglaublich und kaum zu beschreiben. Bei der Abfahrt konnten wir leider die Geschwindigkeit nicht ganz auskosten, da ein Autofahrer der Meinung war, die Strecke mit noch nicht mal 40 km/h zu befahren und uns leider mehrere Male ausbremste.20160313_172303

Egal, kurz vor dem Kreisverkehr, Richtung Antigua wurde er Überholt und wir konnten die schöne lange Abfahrt genießen, 65 km/h zeigte der Tacho und der Wind peitschte an unseren Ohren vorbei. Gut das wir uns am Gipfel die Windjacken überstreiften, sonst hätte echt ein Gefühl von Kälte aufkommen können. Leider war es die letzte Etappe und so mussten wir bei Ankunft, sofort die Räder verpacken, okay sollte nicht das Problem sein, die Erfahrung war auf unserer Seite. Klebeband war Dank Dvon auch genügend vorhanden. Ha,ha. Es war eine wirklich tolle Woche, mit viel Schweiß, Schmerzen und auch eine Menge Spaß. RTL@FUE 2016 ohne Verletzungen, Ausfälle und Technischer Defekte abgeschlossen (fast 😉 ). Vielen Dank Dvon, dass du mich die Insel erfahren lassen hast!

Bildquelle: © dastridream.de

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