TrainingPeaks – Planung und Auswertung von Trainings

Noch bevor ich meine erste GPS Sportuhr hatte, nutze ich Runtastic zum Aufzeichnen von Workouts. Hatte mich dazu ja schon vor längerer Zeit geäußert, was der neue Eigentümer adidas daraus gemacht hat. Um es also kurz zu machen, professionelle Planung und Auswertung von Trainings muss auf dem Smartphone und im Browser funktionieren, am besten auch noch an der Smartwatch direkt. Denn es ist nicht Aufgabe der Hersteller zu entscheiden, wie man plant und auswertet. Sorry adidas, Apple, Samsung und Co. – Ohne Web läuft (bei mir) nichts.

Die großen Sportuhrenhersteller Garmin, Polar und Suunto bieten zum Glück (noch) webgestützte Trainings-Planung und Auswertung an. Zu den großen Anbietern ohne eigene Hardware gehört mit Sicherheit die Plattform Strava, auf der man auch dutzende verschiedene Sportarten planen und auswerten kann. Und eher durch Zufall bin ich auf die kostenpflichtige Plattform Trainingpeaks gestoßen.

Seit August nutze ich diese Plattform intensiv und ausschließlich für Planung und Auswertung meiner Trainings. Mir gefällt die Möglichkeit, schnell und einfach neue Workouts zu erstellen. Diese landen dann in der “Workout Libary” und können von dort schnell und einfach per drag&drop in den Trainingsmonat gezogen werden. Jede beendete Trainingseinheit landet automatisch im System und wird gegen die geplanten Einheiten gematcht und bewertet. Aufzeichnung erfolgt bei mir über meine Garmin bzw. Samsung Watch oder, eher selten, via Smartphone. Eine Einheit gilt als erfüllt (“compliant”) und wird grün markiert, wenn sie +/- 20% Abweichung von der Planung hat. Einheiten, die komplett ausfallen, werden rot gekennzeichnet.

Umfangreiche Auswertungen und Leistungsanalysen vervollständigen die Software. Hier muss ich mich aber auch noch mehr einarbeiten, um sämtliche Funktionalitäten zu verstehen und nutzen zu können.

Großer Pluspunkt und einer der wesentlichen Gründe, warum ich TrainingPeaks probiert habe, ist der automatische Upload meiner Daten. Im Garmin Portal musste ich die Einheiten von meiner Samsung Smartwatch immer manuell auf der Webseite hochladen. Bei Garmin gehört das zum Geschäftsmodell – nur die eigene Hardware ist nahtlos ins Ökosystem integriert, allen anderen werden bzgl. Daten Upload möglichst viele Steine in den Weg gelegt. Das Geschäftsmodell liebe Freunde von Garmin funktioniert aber nur solange, wie die Kunden innerhalb Eures Ökosystems bleiben. Mit TrainingPeaks bin zumindest ich draußen. Bedeutet für mich nun auch, dass ich mich beim Kauf meiner nächsten Sport-Uhr eben nicht mehr ausschließlich bei Garmin umschauen muss.

Die Frage bei solchen Plattformen ist immer, wie langlebig sind diese? So was lässt sich mit Sicherheit natürlich nicht vorhersagen. Eine kurze Recherche ergab jedoch, dass es sich bei TrainingPeaks nicht um eine 1-Mann Freizeitlösung handelt, sondern dahinter ein Unternehmen und eine Menge namhafter Kunden stehen. Und durch die monatlichen / jährlichen Einnahmen scheint es auch ein Geschäftsmodell zu geben. Da ich mich für eine Jahresmitgliedschaft entschieden habe, ist für mich klar, dass ich TrainingPeaks zumindest bis nächsten Sommer intensiv nutzen werden. Und ich sehe im Moment keinen Grund, der die Nutzung darüber hinaus in Frage stellt.

Bildquelle: (c) TrainingPeaks.com / Screenshots

 

 

 

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